Interaktives Archiv „queer-coded“


Vor ein paar Tagen erreichte uns eine Mail von Fay Hesse aus Amsterdam, die vor fast einem Jahr im Archiv der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft geforscht hatte. Fay Hesse hat ihre Bachelorarbeit im Bereich Kommunikationsdesign an der Hochschule Mainz nunmehr abgeschlossen. Entstanden ist das interaktive Archiv „queer-coded“, das die sapphische Subkultur im Berlin der Weimarer Republik sichtbar machen will. Es setzt queere Frauen* sowie die von ihnen besuchten Lokalitäten, Organisationen und Clubs mit zeitgenössischer Literatur und Begriffen in Relation und legt dabei den Fokus auf die Verbindungen zwischen Personen, Orten, Initiativen und Quellen. Nutzer*innen können die Beziehungen selbstständig erkunden und sich Klick für Klick tiefer in die sapphische Geschichte Berlins begeben.
Ziel des Projekts ist es nach eigenem Anspruch, an die vielen mutigen Frauen* zu erinnern, die sich bereits vor hundert Jahren zu ihrer „Queerness“ bekannt haben und damit auch für Sichtbarkeit gesorgt haben. Das Projekt möchte Interesse und Verständnis für historische „queere“ Lebensrealitäten wecken, Parallelen zur Gegenwart aufzeigen und denen, die es brauchen, Hoffnung geben – gerade in Zeiten wie diesen.
