Lesben im Widerstand 1932–1945


Während des NS gehörten manche Lesben zu den Opfern, manche waren Täterinnen. Und eine beachtliche Zahl hat sich im Widerstand gegen den Faschismus engagiert. Monica Tschanz, Gründerin der FrauenLesbenBuchhandlung Berlin, hat über 100 Namen aus 18 Ländern recherchiert und wird sieben von ihnen mit Hilfe von Bildern, Videos und Musik genauer vorstellen. Das Engagement von Frauen und Lesben im Widerstand wurde oft vergessen. Und Homosexuelle (Frauen wie Männer) waren in den Verbänden der KZ-Überlebenden häufig unerwünscht, weil sie „der Sache“ schaden würden. Nicht zuletzt deshalb möchte die Veranstaltung Lesben im Widerstand sichtbar machen.
Thérèse Pierre (Frankreich) war Anführerin von über 100 PartisanInnen der Résistance. Jacoba van Tongeren (Niederlande) gründete zusammen mit ihrer Partnerin das Widerstandsnetzwerk Groep 2000. Ilse Totzke (Deutschland) versuchte ihren jüdischen Freundinnen bei der Flucht zu helfen. Hedwig Koslowski (Deutschland) versteckte ihre jüdische Partnerin Gertrude Sandmann in Berlin. Der spätere Rembetiko-Star Sotiria Bellou (Griechenland) verteilte Flugblätter. Hilda Gobbi (Ungarn) überbrachte gefälschte Ausweise. Miyamoto Yuriko (Japan) war Schriftstellerin und Mitglied der Kommunistischen Partei Japans. Und last but not least wird es auch um die beiden ikonischen, bisexuellen Entertainerinnen Joséphine Baker (USA/Frankreich), die vielfach in geheimer Mission unterwegs war, und Marlene Dietrich (Deutschland/USA), die sich in den Dienst der US Army stellte, gehen.
