Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Kunst gegen Rechts

vergrößern

Am 5. August 2026 wird in der Alten Feuerwache in Friedrichshain die Ausstellung „Kunst gegen Rechts“ eröffnet. Wir unterstützen das Anliegen der Ausstellung. Der Veranstalter schreibt dazu: „Die erste Ausstellung der Reihe Kunst gegen Rechts fand 2017 vor den Bundestagswahlen in den Berliner Uferhallen statt. Das erste Mal seit 1960 zog eine rechtsradikale Partei ins deutsche Parlament ein. Die aktuelle Ausstellung Kunst gegen Rechts findet kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern statt. Es besteht die akute Gefahr, dass die demokratischen Parteien nicht in der Lage sein werden, die nächste Regierung zu bilden.

Auch in Berlin gewinnen antidemokratische Kräfte immer mehr an Zuspruch. Im Jahr 2025 verzeichneten die Berliner Register (bezirkliche Dokumentations- und Recherchestellen) mit 8.286 extrem rechter und diskriminierender Vorfälle einen neuen Höchststand. Die Anzahl rechtsradikaler, rassistischer, antisemitischer und queerfeindlicher Übergriffe steigt aktuell in allen Teilen des Landes stetig an. Diese Entwicklungen begannen sich schon vor Jahren abzuzeichnen. Nach der Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 kam es zu rassistischen Ausschreitungen und Mordanschlägen in Rostock, Mannheim, Hoyerswerda, Mölln und Solingen. Es folgten zehn Morde der Terrorserie des NSU sowie die jüngsten tödlichen Anschläge in Halle, Hanau und Solingen. Die wiederkehrende Gesinnung sieht man nun deutlich an den Wahlurnen.

Doch Deutschland ist eine postmigrantische Gesellschaft der Vielen. Künstler:innen und Kultureinrichtungen positionieren sich als Akteure einer gesellschaftlich-demokratischen Vision für die Kunst der Vielfalt, gegen eine rechtsradikale Politik und Einflussnahme.

Kunst gegen Rechts ist ein Freiraum diskursiver Auseinandersetzung und gibt den Künstler:innen die Möglichkeit, ihre Positionen öffentlich zu präsentieren. Nach zwölf Ausstellungen in Projekträumen und bei Kunstvereinen in verschiedenen deutschen Städten und in Wien findet die Reihe zum ersten Mal in einer kommunalen Galerie statt.“