Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

In den Zelten 3

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„Zelt 3“. © Kunstanstalt Voremberg, historische Postkarte, ungelaufen.

Die Zelten galten als ein gehobenes Ausflugsziel. Zur Popularität der Lokale trug ab den 1830er Jahren auch die Dampfschiffverbindung auf der Spree bei, die den Ort mit Charlottenburg und Potsdam verband. Das Essen und die Getränke, die in den Lokalen angeboten wurden, wurden von den Zeitgenossen gleichermaßen gelobt wie spöttisch abgewertet. Das „Zelt 3“ war bis etwa 1907 als „Victoria-Zelt“ bekannt und wurde von dem „Restaurateur“ Carl Apel betrieben, später wurde es in „Schultheiss-Zelt“ umbenannt. Dessen Inhaber war der Ökonom Ferdinand Möller. Weder über Apel, noch über Möller liegen heute weiterführende Angaben vor.

Zur weiteren Geschichte des Gebäudes

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In den Zelten, unbekannter Fotograf. © Ehem. Kultur und Wirtschaft, Abt. Bildarchiv, Berlin.
Im Herbst 2025 konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft antiquarisch ein Foto erwerben, das laut Beschriftung um 1946 In den Zelten aufgenommen worden war. Deutlich zu erkennen ist eine gemauerte Hauswand, auf der das Schild „Zum Schultheiss“ steht. Bislang hat sich aber nicht ermitteln lassen, ob die Aufnahme wirklich in der Straße „In den Zelten“ aufgenommen wurde, da eine entsprechende Inschrift auf historischen Postkarten vom „Schultheiss-Zelt“ nicht zu erkennen ist. Auch der Zaun im Vordergrund und die Hausruinen im Hintergrund des Bildes haben sich noch nicht zuordnen lassen.