Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Das Generalstabsgebäude

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Das Generalstabs-Gebäude, o.J. © Verlag v. Römmler & Jonas, K. S. Hof-Photogr., Dresden.

Das Generalstabsgebäude wurde zwischen 1867 und 1871 nach einem Entwurf von dem Architekten und preußischen Militär-Baubeamten August Ferdinand Fleischinger (1804–1885) im Neorenaissance-Stil erbaut und nach dem Deutsch-Französischen Krieg vom Großen Generalstab bezogen. Von 1873 bis 1882 wurde der Bau auf dem nördlich gelegenen Gelände zwischen Herwarthstraße und Moltkestraße erweitert. Das Gebäude war zugleich der Dienstsitz des Chefs des Großen Generalstabs. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und durch die im Friedensvertrag von Versailles erzwungene Auflösung des Großen Generalstabs wurde das Generalstabsgebäude von Behörden wie dem Preußischen Innenministerium (ab 1934: Reichs- und Preußisches Ministerium des Innern) genutzt.

Die Moltkebrücke

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Blick über die Moltkebrücke auf das Generalstabsgebäude (Mitte), um 1900. © Wikipedia, gemeinfrei.
Die mit reichem Bild- und Skulpturenschmuck versehene Moltkebrücke aus roten Sandstein nördlich des Generalstabsgebäudes wurde in den Jahren 1886 bis 1891 errichtet. Sie ist nach dem damaligen Chef des Preußischen Generalstabs Helmuth von Moltke (1800–1891) benannt. Das Generalstabsgebäude befand sich einst auf dem sich unmittelbar anschließenden südlichen Gelände. Die Moltkebrücke erlangte in den letzten Tagen der Schlacht um Berlin strategische Bedeutung, als Einheiten der Roten Armee von Moabit kommend Angriffe auf das Reichstagsgebäude führten. Sie wurde dabei schwer beschädigt, 1947 aber wieder in Betrieb genommen.


Weiterführende Literatur

Bading, Ingo (2012): Von der „roten Bude“ zum Bundeskanzleramt. Zur Geschichte des Dienstgebäudes des Großen Generalstabes im Regierungsviertel im Spreebogen in Berlin (1871 bis heute), online hier.

Haider, Edgar (2006): Verlorene Pracht. Geschichten von zerstörten Gebäuden. Hildesheim: Gerstenberg.