Beethovenstraße 1 und 2


Nachdem die Beethovenstraße 1868 von dem Grundstücksbesitzer Robert Lorenz (1820–1886) angelegt worden war, sollte sie zunächst den Namen Lorenzstraße bekommen. Das Berliner Polizeipräsidium schlug aber im Jahre 1872 den Namen Meyerbeerstraße vor, da der Komponist Giacomo Meyerbeer (eigentlich Jakob Liebmann Meyer Beer, 1791–1864) ganz in der Nähe gewohnt und hier einige seiner Opern komponiert hatte. Die kurze Straße, die als Verbindungsstraße zwischen der Straße In den Zelten und Kronprinzenufer (heute: John-Foster-Dulles-Alleee) angelegt wurde, erhielt dann aber 1873 ihren Namen nach Ludwig van Beethoven. Die Häuser Nr. 1 und 2 der Straße wurden von den Architekten Richard Lucae (1829–1877) und Robert Lorenz errichtet. Ihre Bewohner waren nicht so prominent wie die der Straße In den Zelten, doch fügten sie sich harmonisch in ihre Umgebung ein. Max Liebermann (1847–1935), der mit seiner Frau noch in den 1880er Jahren im Haus In den Zelten 11 gewohnt hatte, mietete hier um 1923 ein Atelier an. Auch der Bildhauer Ferdinand Lepcke (1866–1909) unterhielt hier eine Werkstatt.
Bewohner der beiden Häuser Beethovenstraße 1 und 2 um 1933


Im Haus Beethovenstraße 1 betrieb zur gleichen Zeit Hermann Kluge eine Pension, hier wohnten des Weiteren eine Frau namens Käte Cilio-Jensen, die möglicherweise mit dem Maler Hans Anton Cilio-Jensen (1875/76–1959) verwandt war, ein Gastwirt Otto Holland, ein Schuhmacher Adolf Steinkopf, ein Syndikus Wilhelm Ertelt, ein Tapezierer Hermann Peinert, ein Steuersyndikus Paul Tresnak sowie ein Oberstudienrat Wilhelm Volkmann und eine Witwe namens M. Kausche. Über keine dieser genannten Personen liegen bislang nähere Auskünfte vor.
