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Pressemitteilung
24. Januar 2002
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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 27.1.2002
Rehabilitierung und Entschädigung
der homosexuellen NS-Opfer

Bund hat bisher sein Wort nicht eingelöst !


Das Aktionsbündnis Magnus-Hirschfeld-Stiftung, ein bundesweiter Zusammenschluss lesbisch-schwuler Archive, Museen und Forschungsgruppen, fordert die Bundesregierung auf, endlich den einstimmigen Beschluss des Bundestages vom 7.Dezember 2000 zur Rehabilitierung und Entschädigung der homosexuellen NS-Opfer sowie zur kollektiven Entschädigung für die zerstörten materiellen und immateriellen Werte von Lesben und Schwulen umzusetzen. "Nach über einem Jahr liegt weder ein Gesetzentwurf zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile noch Vorstellungen der Bundesregierung zur Entschädigung vor. Es wird Zeit, dass der Bund endlich sein Wort einlöst ehe die letzten lebenden Opfer verstorben sein werden", so Ralf Dose für das Aktionsbündnis.
Das Aktionsbündnis Magnus-Hirschfeld-Stiftung fordert von der Bundesrepublik Deutschland die Errichtung einer mit 10 Millionen Euro ausgestatteten Stiftung zur Erforschung und Pflege des kulturellen Erbes von Lesben und Schwulen. Die Stiftung soll u.a. die Arbeit der lesbisch-schwulen Archive und Forschungsgruppen unterstützten und damit auch ihre jahrelange Erinnerungsarbeit für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus anerkennen.
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