Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft

Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

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Mohrenstr. 63 © Beek100 Quelle

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Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern und hoffen, dass Ihnen die neue Gestaltung unseres Internetauftritts gefällt. Manche Seiten sind noch nicht komplett – bitte haben Sie etwas Geduld. Wenn Sie Fehler finden oder Dinge vermissen, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken.

Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. wurde 1982 in (West-) Berlin gegründet, um das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Magnus Hirschfelds (1868–1935) und seines Instituts für Sexualwissenschaft (1919–1933) zu erforschen und zu bewahren. Seit 1992 betreibt die Gesellschaft die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft .

Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise:

Neuzugang

| Heike Bernhardt überreicht das Buch Sigmund Freuds an Raimund Wolfert. Foto: James Worner, 2016.

Ende Mai hat uns Heike Bernhardt mit einem Buch beschenkt. Es handelt sich um die Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie von Sigmund Freud (4. Auflage, 1920). Dr. Heike Bernhardt – Ärztin, Psychotherapeutin und Autorin von Schriften unter anderem zur Geschichte der Psychiatrie im Nationalsozialismus – hatte das Buch Ende der 1990er Jahre von Prof. Alfred Katzenstein (1915–2000) geschenkt bekommen. Der wiederum hatte es zwanzig Jahre zuvor in einem Antiquariat in Prag gekauft.

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Dinge, die wir suchen

Umschlag | Umschlag Vita Homosexualis

Bei der Plünderung des Instituts für Sexualwissenschaft gingen Bibliothek, Archiv und Sammlungen verloren – allerdings nicht komplett. Die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft bemüht sich darum, die in alle Welt verstreuten Bücher und Sammlungsgegenstände zu identifizieren und – wenn möglich – nach Berlin zurückzubringen. Hier stellen wir einige Bücher und Objekte vor, die wir aktuell suchen – und geben ein paar Beispiele von wiedergefundenen Exemplaren.

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Ausstellung Trans Trans in Calgary, Alberta, Kanada

Calgary AB – Friday, May 27, 2016 to Friday, June 10, 2016

Ausstellungsbild | Ausstellungsbild

Trans Trans explores a network of individuals in Germany and the United States from the turn of the twentieth century into the 1950s who profoundly shaped transgender histories and identities. Exchanging letters and photographs among themselves, these individuals created new communities in private, but they also sought to educate doctors and the public by submitting their photographs and stories for publication in medical journals and popular magazines. The exhibition retraces the connections between these private individuals, the medical and scientific authorities with whom they entered into dialogue, and the ways in which these dialogues became public or remained hidden away within archives.

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Ernst Haeckels Anthropogenie

Cover | E. Haeckels Anthropogenie

Auf einen Hinweis hin, den wir aus Schweden erhielten, konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft kürzlich ein seit über 80 Jahren verschollenes Buch aus dem Originalbestand des Instituts für Sexualwissenschaft erwerben. Es handelt sich um den ersten Band der Anthropogenie Ernst Haeckels (6. Auflage, 1910). Auf der Innenseite des Buchdeckels trägt der Band den Stempel der Dr. Magnus Hirschfeld-Stiftung. Damit konnten wir unsere Sammlung von Schriften aus dem alten Institutsbestand um ein weiteres Exemplar ergänzen, so dass wir jetzt über genau 31 Originaltitel aus dem Besitz des Instituts für Sexualwissenschaft verfügen. Über den Hinweis aus Schweden haben wir uns sehr gefreut. Deshalb senden wir hier ein herzliches „Tack så mycket!“ nach Göteborg.

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Tagungsprogramm: Staat und Homosexualitäten im 20. Jahrhundert

Während sich die französische Gesetzgebung 1791 von der deutschen Gesetzgebung absetzt, indem homosexuelle Beziehungen entkriminalisiert werden, dauert es in Deutschland bis der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis § 175 StGB, nach dem sexuelle Beziehungen zwischen volljährigen Männern strafbar sind, abgeschafft wird. Diese entscheidende Diskrepanz im rechtlichen Kontext erklärt sich durch einen kulturellen Unterschied, der im weitesten Sinne die deutschsprachigen und französischsprachigen Staaten hinsichtlich der Wahrnehmung vor Homosexualität trennt. Diese Diskrepanz hat zu unterschiedlichen Konfigurationen innerhalb des „Homosexuellen-Milieus“ in der ersten Hälfte des 20. Jh geführt – der organisierte Aktivismus der deutschsprachigen „Homosexuellen“ kontrastiert lange Zeit mit dem Individualismus des französischen „Homosexuellen“. Auch wenn sie bedeutsam ist, lässt diese Trennlinie doch einige Kontinuitäten zwischen der deutsch- und französischsprachigen Welt, wie aber auch bestimmte regionale oder zeitliche Brüche innerhalb der einzelnen Sphären außer Acht. Ist es infolgedessen noch möglich für das gesamte 20. Jahrhundert ein deutsches Modell der staatlichen Regulierung der Homosexualitäten zu identifizieren, das sich einem französischen Modell gegenüberstellt?

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Aus gegebenem Anlass: Zustellprobleme der Deutschen Post

Firmenschild | Es steht groß und deutlich an der Hauswand, wo wir zu finden sind

Die Deutsche Post hält uns seit einiger Zeit für “unbekannt verzogen”. Das ist aber schlicht Unfug. Wir haben uns schon mehrfach über die fehlerhafte oder gar nicht erfolgte Zustellung unserer Post beschwert, leider erfolglos.

Anscheinend beschäftigt die Deutsche Post Mitarbeiter_innen, die des Lesens nicht kundig sind und deshalb zwischen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft (e.V.) und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nicht unterscheiden können. Die Stiftung – bis Anfang 2015 im gleichen Gebäude untergebracht – ist umgezogen, wenn auch nur ans andere Ende der Mohrenstraße. Seit der Nachsendeauftrag der Stiftung ausgelaufen ist, behandeln die Zusteller der Deutschen Post immer wieder auch Sendungen an die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft als unzustellbar, weil wir angeblich “unbekannt verzogen” seien. Das sind wir aber mitnichten.

Wenn Sie uns also etwas mit der Post schicken wollen, dann markieren Sie bitte Magnus-Hirschfeld- Gesellschaft besonders deutlich, und schreiben Sie vielleicht zusätzlich auf den Umschlag neben die Adresse Mohrenstr. 63, 10117 Berlin: Bitte genau dort zustellen! Wir werden weiter versuchen, die Deutsche Post von unserer Existenz zu überzeugen.

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45 Jahre ‚Kleine Strafrechtsreform‘

Wien – Donnerstag 23. Juni und Freitag 24. Juni 2016

Tagebuchblatt | Erich Lifka, Gefängnistagebuch mit Kalender. Copyright: QWIEN - Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte, Nachlass Erich Lifka

Die Strafverfolgung gleichgeschlechtlicher Sexualität erreichte in Österreich im 20. Jahrhundert durch das NS‐Regime ihren grausamen Höhepunkt und mit der ‚Kleinen Strafrechtsreform‘ 1971 einen Endpunkt – zumindest endete damit das Totalverbot der Homosexualität. Die rechtliche Grundlage der Strafverfolgung bildete § 129 I b des Strafgesetzes von 1852 (StG), ein Tatbestand, der auf das mittelalterliche kirchliche Konstrukt der ‚Sodomie‘ zurückging, das in Judikatur und Rechtslehre noch im 20. Jahrhundert reflektiert wurde.

Mit der Aufhebung des Totalverbots durch die sogenannte ‚Kleine Strafrechtsreform‘ im Jahr 1971 endete die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen im Strafrecht aber nicht vollständig. Vier neue Tatbestände wurden zum vermeintlichen Schutz der Gesellschaft vor einer nach wie vor als unzüchtig angesehenen Sexualität geschaffen. Erst im Jahr 2002 wurde der letzte dieser Tatbestände vom österreichischen Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig erkannt und aufgehoben.

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"Through Science to Justice": Magnus Hirschfeld and Germany's LGBT Rights Movement

Institutsgebaeude

Documentary for National History Day 2015 with the theme of “Leadership and Legacy”. This short clip (10 min) gives a good first impression of Hirschfeld’s live and work and of his impact on the LGBTIQ* movement.

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Mitteilungen 53 – Dezember 2015

Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

Noch kurz vor dem Jahreswechsel ist die neueste Ausgabe der Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft erschienen. Im Heft geht es unter anderem um den polnischen Diskurs über Homosexualität zwischen 1926 und 1933 und dessen Bezüge zu Magnus Hirschfeld und dem Institut für Sexualwissenschaft. Zwei biographische Artikel widmen sich dem Frankfurter Aktivisten Hermann Weber und dem deutsch-schweizerischen Buchautor “Erich Amborn” (Pseudonym), dessen Identität dank eines spannenden Dokumentenfundes aufgedeckt werden konnte. Außerdem erreichten die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft interessante Nachrichten aus Israel.

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Teil-Finanzierung der Forschungsstelle in den Haushaltsjahren 2016 und 2017 gesichert

Arbeitsplatz | In der Forschungsstelle (Foto: R. Wolfert)

Im kürzlich beschlossenen Doppelhaushalt des Landes Berlin für die Jahre 2016 und 2017 ist eine Aufstockung der Mittel für LSBTI-Projekte enthalten, die auch die Förderung der Arbeit der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zum Inhalt hat.

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Gedenktafel Dr. Felix Abraham

Gedenktafel | Gedenktafel für Felix Abraham in Florenz (Foto: Caroline Lehman)

Aus dem Leben des Institutsarztes Dr. med. Felix Abraham (1901–1937), der als letzter der Institutsärzte noch von Magnus Hirschfeld gewonnen wurde, sind nur Bruchstücke bekannt. Bis vor kurzem fehlte sogar ein exaktes Sterbedatum. Familienangehörige übermittelten uns jetzt eine Fotografie der Gedenktafel auf dem Jüdischen Friedhof in Florenz (Italien) und gaben Hinweise auf einige Unterlagen, die sich heute im Jüdischen Museum in Berlin befinden.

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Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung am Magnus-Hirschfeld-Ufer

Denkmal | Calla - Der zur Realisierung vorgeschlagene Entwurf

Die neunköpfige Jury des Denkmals für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung hat am 13. November 2015 den Siegerentwurf verkündet. Zur Auswahl standen fünf Entwürfe einer internationalen Arbeitsgruppe aus Kunst, Architektur und Design am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste. Der CALLA-Entwurf wird mit Mitteln der Lotto-Stiftung und Spenden in 2016 realisiert.
Aus der Begründung für dei Auswahl: “Die CALLA-Lilie besitzt weibliche und männliche Blüten auf einer Pflanze. Somit ist sie ein Symbol für die Normalität der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in der Natur.“

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Sonderstempel Magnus Hirschfeld

Brief der BMH | Der Brief der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld an uns.

Anfang Oktober erhielten wir einen Brief der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), den ein Sonderstempel mit dem Konterfei Magnus Hirschfelds zierte. Den Stempel hatte der Fachverband Homosexualität und Geschichte e.V. (FHG) aus Anlass des 80. Todestages Hirschfelds beantragt, der in dieses Jahr fiel.

Wir freuen uns sehr über diesen Sonderstempel der Deutschen Post und danken der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld für die herzlichen Grüße!

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Neuerscheinung

Cover

Raimund Wolfert: Homosexuellenpolitik in der jungen Bundesrepublik. Kurt Hiller, Hans Giese und das Frankfurter Wissenschaftlich-humanitäre Komitee. Göttingen: Wallstein 2015.

Nach 1945 gelang es in Deutschland auf lange Zeit nicht, eine schlagkräftige und in sich geschlossene Bewegung gegen die antihomosexuelle Strafgesetzgebung aufzubauen und an die Erfolge und Verdienste der ersten deutschen Homosexuellenbewegung von vor 1933 anzuknüpfen. Dies lag unter anderem an dem restaurativen gesellschaftlichen Klima der Nachkriegszeit.

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Neuerscheinungen

Umschlagbild | Buchumschlag Vorderseite

Ralf Dose hat die Stiftungs- und die Wiedergutmachungsakte des Instituts für Sexualwissenschaft herausgegeben, ergänzt durch einen Überblick über die Versuche, ein neues Institut für Sexualwissenschaft in Berlin zu errichten.

Kevin Dubout hat die erste Biografie über Éric Simac, einen vergessenen Vorkämpfer der Homosexuellen in Frankreich vorgelegt.

Die Hirschfeld-Biografie von Ralf Dose gibt es jetzt auch auf Chinesisch.

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Digitalisate

Cover Das Dritte Geschlecht

Im Internet sind zunehmend Werke Magnus Hirschfelds aus digitalisierten Bibliotheksbeständen frei zugänglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit weisen wir nachstehend auf derartige Bestände hin.

Wir danken Erwin In het Panhuis für die Überlassung der Datensätze aus seiner Bibliographie. Aktuell sind solche Digitalisate international auch über die Datenbank des KVK – Karlsruher Virtueller Katalog auffindbar.

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Fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an Grete Meisel-Hess

Hirschfeld an Meisel-Hess, 2.12.1914 - Vortragseinladung

Mit Hilfe freundlicher Sponsorinnen und Sponsoren konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft kürzlich fünf Briefe von Magnus Hirschfeld an die Schriftstellerin Grete Meisel-Hess (1879 Prag – 1922 Berlin) erwerben.

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